Stadtwerke schaffen transparentere Tarifstruktur

Übersichtlicher und mit neuen Namen/keine Staffelpreise

Einfacher, klarer, besser: Die Langener Stadtwerke haben ihre Stromtarife unter die Lupe genommen und neu gestaltet. Hintergrund sind nach den Worten von Direktor Manfred Pusdrowski die stetigen Veränderungen in der Energiewirtschaft. „Ihnen müssen wir gerecht werden". Für die Kunden bedeute dies eine transparentere Tarifstruktur mit maßgeschneiderten Angeboten.

Bisher bieten die Stadtwerke beim Strom 19 Tarife an, künftig sind es nur noch sieben. Bestandteil der Reform sind auch prägnantere Bezeichnungen. So wird aus dem „Basistarif Strom" der Stromtarif „Klassik", aus dem „Primatarif Strom privat" der Stromtarif „Premium" und aus dem „Primatarif Strom natur" der Stromtarif „Öko-pur". Die neuen Onlinetarife erhalten jeweils den Zusatz „direkt". Erstmals eingeführt wird ein reiner Ökostromtarif für Onlinekunden. Er heißt „Öko-pur direkt".

Neben der bloßen Reduzierung und Neubenennung haben die Stadtwerke zudem eine preisliche Vereinfachung des Tarifsystems vorgenommen. Wie gewohnt setzt sich der Strompreis aus dem Arbeitspreis (Cent je Kilowattstunde) und dem Grundpreis pro Jahr zusammen. Die bisherigen Staffelpreise nach Mengen (bis 2.646 Kilowattstunden Preis X, ab 2.646 Kilowattstunden Preis Y) gibt es aber nicht mehr.

Pusdrowski sieht die Stadtwerke durch die neuen Strukturen bei Tarifvergleichen in Internetportalen besser positioniert. Unterm Strich blieben die Preise stabil. Bei der Überleitung in die neuen Tarife komme es für die Kunden jedoch zu geringfügigen Ersparnissen oder Mehrkosten. Nach Beispielberechnungen der Stadtwerke auf der Basis von typischen Durchschnittsverbräuchen liegt die deutlichste Ersparnis (Tarif „Premium") bei gut 57 Euro im Jahr. Bei den Mehrkosten fallen als höchster Betrag rund 20 Euro beim Tarif „Premium direkt" an.

Die Einführung der neuen Tarife nehmen die Stadtwerke zum Anlass, die Allgemeinen Geschäftsbedingungen an die geänderten gesetzlichen Regelungen anzupassen. Dabei geht es um die Kündigungsfristen und weitere für die Kunden vorteilhafte Regelungen zum Verbraucherschutz. Unter anderem muss ein Umzug jetzt erst zwei Wochen vorher angezeigt werden und nicht fünf Wochen. Ein anderer Punkt sind die SEPA-Regeln. Danach müssen die Stadtwerke spätestens 14 Tage vor Fälligkeit über einen bevorstehenden Lastschrifteinzug informieren. Der Kunde hat dadurch genügend Vorlauf, um für Deckung auf seinem Konto zu sorgen. 

Über alle Änderungen werden die Stadtwerke in den nächsten Tagen in Anschreiben an ihre Kunden informieren. Anfang kommenden Jahres sollen dann auch beim Erdgas die Tarifstrukturen vereinfacht werden. Analog zum Strom soll es hier ebenfalls eine einheitliche Produktfamilie geben.

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