Effizient und umweltfreundlich

Neues Blockheizkraftwerk der Stadtwerke an der Steubenstraße

Neue Häuser, neue Wohnungen und eine neue Heizzentrale: Die ehemalige Siedlung der US-Streitkräfte im Stadtteil Neurott verändet ihr Gesicht. Zur Aufwertung des Viertels leisten auch die Langener Stadtwerke ihren Beirag. Sie haben an der Steubenstraße eine Heizzentrale gebaut und darüber hinaus die Leitungen für Wärme, Strom und Wasser ausgetauscht. „Wir gewährleisten damit eine effiziente Energieversorgung, die Kosten spart und zum Umweltschutz beiträgt“, sagte Stadtwerke-Direktor Manfred Pusdrowski bei der Einweihung des Kraftpakets.

Die Anlage ersetzt das alte „amerikanische Heizwerk“, das noch in diesem Jahr außer Betrieb genommen wird. Es stand etwa 150 Meter vom neuen Standort entfernt. Herzstück ist ein Kraft-Wärme Aggregat, ein sogenanntes Blockheizkraftwerk (BHKW), das sowohl Strom erzeugt als auch für Wohnwärme sorgt. Die Stadtwerke haben die Anlage nicht nur errichtet, sie betreiben sie auch. Laut Pusdrowski erzielt sie eine Heizleistung von rund 1.500Kilowatt. Das reiche, um rund 350 Wohnungen und damit alle Häuser in dem Viertel mit Wärme zu beliefern. Hauptabnehmer sind die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, die als Eigentümerin die ehemaligen Gebäude der amerikanischen Wohnsiedlung vermietet, und die neuen Gebäude der City 1 Grundbesitz GmbH. Für die weitere Bebauung entlang der Steubenstraße ist noch genügend Reserve vorhanden.

Die Funktionsweise in einem BHKW ist leicht erklärt. Ein Erdgasmotor treibt einen Generator an, der Strom erzeugt. Dabei entsteht Wärme, die für die benachbarten Gebäude verwertbar gemacht wird und nicht sinnlos verpufft. Der erzeugte Strom fließt ins Netz der Stadtwerke und die dadurch erzielten Einnahmen verringern den Wärmepreis. Durch die ortsnahe Verwendung der Abwärme wird die eingesetzte Primärenergie (das Erdgas) zu 90 Prozent genutzt. Das ist im Vergleich zur Stromerzeugung in einem konventionellen Kraftwerk ein sehr hoher Wert. Bis zu 40 Prozent Primärenergie lassen sich durch ein BHKW einsparen.

Pusdrowski sieht in den Kleinkraftwerken einen Beitrag zur Energiewende. Die Stadtwerke haben schon frühzeitig auf die Kraft-Wärme-Kopplung gesetzt. Seit Jahren betreiben sie erfolgreich mehrere Blockheizkraftwerke in Langen und Egelsbach. Zuletzt ist vor zwei Jahren ein BHKW am Sportzentrum Nord hinzugekommen.

Eine Heizzentrale mit BHKW im Langener Norden an der Elisabeth-Selbert-Allee und eine weitere am Standort des künftigen KBL-Betriebshofes an der Feuerwehr sind schon in Planung. Die Kosten für die jetzt fertiggestellte Anlage einschließlich der Rohrleitungen mit einer Gesamtlänge von etwa 1000 Metern bezifferte Pusdrowski auf rund 1,3 Millionen Euro.

Die in den fünziger Jahren entstandene „Amisiedlung“ war ein Wohngebiet ausschließlich für Angehörige der amerikanischen Streitkräfte mit ausgesprochen großzügen Freiflächen. Zumindest in einem Ballungsgebiet wären diese Dimensionen heute nicht mehr möglich. Die Stadt Langen hat deshalb einen Bebauungsplan aufgestellt, der den aktuellen Gesetzesvorgaben genügt und eine Verdichtung vorsieht. Nach dem Startschuss in der Kurve der Steubenstraße entstehen auf dem ehemaligen Baseballfeld durch einen privaten Bauträger gerade Einzel- und Reihenhäuser.

Reger Betrieb bei der Einweihung: Erster Stadtrat Stefan Löbig und Stadtwerke-Direktor Manfred Pusdrowski (mit Schere) machen den Weg frei für die offizielle Inbetriebnahe der neuen Heizzentrale an der Steubenstraße.

Foto: Sorger/Stadtwerke

 

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