Grundstein für weiteres Blockheizkraftwerk

Neue Heizzentrale für Belzborn, Feuerwehr und KBL-Betriebshof

Die Erweiterung der Feuerwehr und der neue Betriebshof der Kommunalen Betriebe Langen (KBL) nehmen erste Konturen an. Gewissermaßen als Vorbote haben die Stadtwerke jetzt mit dem Bau einer Heizzentrale an der Darmstädter Straße begonnen, die auch die künftigen Häuser im Belzborn und bestehende Wohnanlagen der Nassauischen Heimstädte mit Wärme versorgen wird. Erst vor drei Wochen ging eine baugleiche Heizzentrale der Stadtwerke an der Steubenstraße in Betrieb.

Effizient und umweltfreundlich – diese Philosophie zeichnet nach den Worten von Stadtwerke-Direktor Manfred Pusdrowski „das Konzept unserer Fernwärmeversorgung aus“. Herzstück auch der neuen Anlage ist ein Blockheizkraftwerk mit einem Erdgasmotor, der sowohl Wärme als auch über einen Generator Strom erzeugt. Dieser wird ins Netz der Stadtwerke eingespeist. Die dadurch erzielten Einnahmen verringern den Wärmepreis. Ein weiterer Pluspunkt: Durch die ortsnahe Verwendung der Abwärme wird die eingesetzte Energie optimal genutzt.

Laut Pusdrowski wird die Anlage eine Heizleistung von 1.500 Kilowatt erzielen. Damit könnten rund 360 Wohnungen mit Wärme beliefert werden. Unterm Strich sei damit eine ausreichende Reserve für die Zukunft gewährleistet. Das Neubaugebiet Belzborn ist für rund 600 Menschen geplant.

Die Heizzentrale entsteht auf dem Gelände der ehemaligen Straßenmeisterei an der Zufahrt zur Feuerwehr und zur Kindertagesstätte „Haus Bullerbü“. Das Gebäude wird im Auftrag der Stadtwerke von den Kommunalen Betrieben errichtet. Allein die technische Ausstattung schlägt mit rund 700.000 Euro zu Buche. Bürgermeister Frieder Gebhardt sagte, mit der Grundsteinlegung für die Heizzentrale sei auch der Startschuss für den KBL-Betriebshof und die Feuerwehrerweiterung gefallen. Beide Projekte sollen bis Mitte 2018 unter Dach und Fach sein. Die Gesamtkosten liegen aus heutiger Sicht bei 14 Millionen Euro.

Die Freiwillige Feuerwehr braucht dringend mehr Platz und die Kommunalen Betriebe müssen ihren Bau- und Wertstoffhof an der Liebigstraße aufgeben, weil dort ein neues Wohngebiet entstehen soll. Die Kombination von Umzug und Erweiterung bringt den Vorteil, dass sich Feuerwehr und KBL künftig Aufenthalts-, Pausen- und Schulungsräume, Küche, Empfang, Werkstätten und Lagerflächen teilen können. Das führt auf jeden Fall zu Einsparungen.

Die Feuerwehr klagt permanent über Platzmangel. Sie fährt immer mehr Einsätze, kann aber keine neuen Kräfte aufnehmen, weil der Umkleideraum aus allen Nähten platzt. Es fehlen Fahrzeugstellplätze und Lagermöglichkeiten, es mangelt an Sozial-, Unterrichts-, Aufenthalts- und Sanitärräumen. Und Langen wächst, strebt auf 40.000 Einwohner zu. Dadurch werden die Brandschützer noch mehr gefordert als bisher. Vorgesehen ist, dass sich die Feuerwehr in Richtung Egelsbach ausdehnt und der Bau- und Wertstoffhof auf dem anschließenden, rund 10.000 Quadratmeter großen Grundstück der ehemaligen Straßenmeisterei angesiedelt wird.

Bürgermeister Frieder Gebhard (links) mit dem symbolischen Grundstein, der die Titelblätter von örtlichen Tageszeitungen enthält. Mit ihm freuen sich Stadtwerke-Direktor Manfred Pusdrowski, der technische Leiter der Stadtwerke, Gerd Fitterer, und Projektleiter Peter Daube von den Kommunalen Betrieben über den Baufortschritt der Heizzentrale.                              Foto: Sorger/Stadtwerke

 

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