Flaggschiff der dezentralen Wärmeversorgung

Heizzentrale für Wohnungen, Feuerwehr und KBL-Betriebshof

Die Stadtwerke Langen sind der maßgebliche Akteur für die Energiewende vor Ort. Jüngstes Beispiel ist ihre neue Heizzentrale mit Blockheizkraftwerk und Gaskesseln bei der Feuerwehr auf dem Gelände der alten Straßenmeisterei an der Darmstädter Straße. Die Anlage hat nach der Grundsteinlegung vor einem Jahr nun den Betrieb aufgenommen. „Sie arbeitet effizient und umweltfreundlich und ist ein Flaggschiff unserer dezentralen Wärmeversorgung“, sagt Stadtwerke-Direktor Manfred Pusdrowski.

Auf die Heizzentrale mit einer Wärmeleistung von 1.500 Kilowatt kommt eine ganze Menge Arbeit zu. Am Anfang wird sie noch nicht so viel zu tun haben, doch später beliefert sie die geplanten Erweiterungsbauten der Feuerwehr, den künftigen Betriebshof der Kommunalen Betriebe (KBL) und bis zu 500 Wohnungen mit Wärme. Zum einen können sich die Immobilieneigentümer im Neubaugebiet Belzborn diese Leistung vertraglich sichern. Zum anderen haben die Stadtwerke mit der Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte/Wohnstadt die Wärmelieferung für deren Gebäude im Quartier Südliche Ringstraße, Wilhelmstraße und der Straße Am Belzborn vereinbart. Sie werden schrittweise saniert und anschließend an das inzwischen verlegte Fernwärmenetz angeschlossen. Vier Wohnblocks aus diesem Bestand profitieren jetzt als erste von dem Konzept.

Herzstück der Heizzentrale ist ein Blockheizkraftwerk mit einem Erdgasmotor, der sowohl Wärme als auch über einen Generator Strom erzeugt, der ins Netz der Stadtwerke eingespeist wird. Durch die ortsnahe Verwendung der Abwärme wird die eingesetzte Energie optimal genutzt. Die Stadtwerke sind erfahren im Umgang mit der Kraft-Wärme-Kopplung. Sie setzen die energiesparende Technik schon seit vielen Jahren ein und betreiben gegenwärtig neun Blockheizkraftwerke.

Investiert haben die Stadtwerke in den Bau der neuen Anlage rund 900.000 Euro. Der Löwenanteil entfiel auf die Technik. Weitere 800.000 Euro hat es gekostet, das zweieinhalb Kilometer lange Wärmenetz zu verlegen.

Sie ist ökologisch sinnvoll und arbeitet effizient: Stadtwerke-Direktor Manfred Pusdrowski (Zweiter von links) hat gemeinsam mit Erstem Stadtrat Stefan Löbig (rechts) und Stadtbrandinspektor Frank Stöcker (links) die neue Heizzentrale bei der Feuerwehr in Betrieb genommen. Das freut auch Waldemar Gallus. Er ist zusammen mit seinem Sohn der erste Bauherr aus dem Neubaugebiet Belzborn, der einen Wärmelieferungsvertrag mit den Stadtwerken abgeschlossen hat.

Foto: Sorger/Stadtwerke

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