Attraktiver Wohnungsbau an der Liebigstraße

Stadtwerke verkaufen Rodehau-Grundstück an FRANK-Gruppe

Das geplante Wohngebiet an der Liebigstraße in Langen wird immer konkreter. Jetzt haben die Stadtwerke Langen durch den Verkauf des sogenannten Rodehau-Geländes an die Hamburger FRANK-Gruppe eine wichtige Weiche gestellt, damit die Stadt weiter wachsen kann. Das nach einer früheren Metallwarenfabrik benannte Grundstück zwischen Mosel- und Weserstraße umfasst 15.000 Quadratmeter, grenzt direkt an die Stadtwerke an und erstreckt sich bis zur Liebigstraße. Die FRANK Heimbau Main/Taunus GmbH, ein Unternehmen der FRANK-Gruppe, hatte bei einer Ausschreibung unter mehreren Investoren das Rennen gemacht. Der Kaufvertrag wurde vor wenigen Tagen unterzeichnet. 

Ein erster Entwurf zeigt einen Ausschnitt aus dem geplanten Wohnquartier zwischen Mosel- und Weserstraße.

Bilder: FRANK-Gruppe

Das Areal, das für eine höhere einstellige Millionensumme den Eigentümer wechselte, ist ein zentrales Puzzleteil für das neue Wohngebiet, das von der Nordumgehung bis zur Westendstraße und von der Bahnlinie bis zur Hans-Kreiling-Allee reicht. In den kommenden Jahren sollen auf 28 Hektar Grund und Boden Häuser für rund 2.500 Bewohner entstehen.

Stadtwerke-Direktor Manfred Pusdrowski bezeichnete das Rodehau-Gelände als ein Filetstück im Grundbesitz seines Unternehmens. „Es ist das letzte fehlende Glied in der Kette der Grundstücke vom Bahnhof bis zur Elisabeth-Selbert-Allee, die nun alle in der Hand von Investoren und Projektentwicklern sind. Damit gibt es Planungssicherheit und ich bin sicher, dass wir rings um den Stadtwerke-Turm bald einige Baukräne sehen werden“, betonte Pusdrowski. Jetzt könne die Erschließung aus einem Guss beginnen.
 
Die Stadtwerke würden mit modernen Blockheizkraftwerken und Fernwärmeanschlüssen dabei sein.

Der neue Vorzeige-Stadtteil soll sich nach den Worten von Bürgermeister Frieder Gebhardt durch ansprechende Architektur, Familienfreundlichkeit und ökologische Werte auszeichnen und zu einem hochwertigen und attraktiven Standort heranreifen. „Mit der FRANK-Gruppe haben wir einen Partner gefunden, dessen Absichten genau diesen Zielen entsprechen“, erklärte der Verwaltungschef, der auch Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke ist.

Der Plan zeigt die vorgesehene Bebauung auf dem sogenannten Rodehau-Gelände.

Das mittelständische Immobilienunternehmen mit Hauptsitz in Hamburg und Niederlassungen in Kiel und Hofheim am Taunus plant auf der Rodehau-Fläche 105 Wohnungen in mehrgeschossigen Gebäuden, 13 Reihenhäuser und zwei Tiefgaragen. Nach Unternehmensangaben verteilen sich die Wohneinheiten in einer aufgelockerten Bebauung auf zehn Gebäudekörper. Die Reihenhäuser liegen an der Moselstraße. Zur Bahn hin sind vier Geschosse plus Staffelgeschoss vorgesehen. Im Anschluss daran wird es ein Stockwerk niedriger.

Das von der FRANK-Gruppe beauftragte Büro MOW-Architekten aus Frankfurt hat ein autofreies Quartier entworfen, das von mehreren Fußgänger- und Radwegen durchzogen ist. Drei Quartiersplätze sollen den Bewohnerinnen und Bewohnern als attraktive Begegnungsstätten dienen.
Gebhardt hob hervor: „Die Pläne von FRANK sind überzeugend und machen neugierig. Da entsteht ein Mix an Wohnungen, die sowohl junge Familien mit kleinerem Portemonnaie aus unserer Stadt als auch gut situierte Neubürger, die beruflich nach Frankfurt pendeln, ansprechen werden. Mich überzeugt das Konzept mit einer hochwertigen und frischen Architektur und einer großzügigen Freiflächengestaltung. Das wertet nicht nur das neue Viertel, sondern ganz Langen weiter auf.“

Für die FRANK-Gruppe ist die Stadt Langen mit ihrer Lage zwischen Darmstadt und Frankfurt ein gefragter Standort. Von seiner Nieder-lassung in Hofheim am Taunus hat das Unternehmen in den vergangenen Jahren bereits zahlreiche vergleichbare Standorte in der Metropolregion erschlossen.

Haben das Grundstückgeschäft besiegelt: (von links) Michael Henninger, Anke Schlütter (beide Geschäftsführer der FRANK Heimbau Main/Taunus GmbH), Stadtwerke-Direktor Manfred Pusdrowski, Bürgermeister Frieder Gebhardt und Erster Stadtrat Stefan Löbig

Laut Aussage des geschäftsführenden Gesellschafters Marc Schauenburg „passt das Neubauprojekt in Langen in unsere Strategie, langfristig gesuchte Standorte zu entwickeln. Langen wächst und verfügt über eine umfassende Infrastruktur, interessante Arbeitgeber und wird auch in Zukunft eine hohe Anziehungskraft auf Menschen haben, die die Nähe zum Flughafen und in die Mainmetropole schätzen.“

Michael Henninger, Geschäftsführer der FRANK Heimbau Main/Taunus ist überzeugt davon, dass das Grundstück zwischen Mosel- und Weserstraße im Zusammenspiel mit den umliegenden Baufeldern weiter an Attraktivität gewinnen wird. „Bei unseren Planungen haben wir neben den Grundrissen und dem Schallschutz ein besonderes Augenmerk auf die Freiräume im Quartier gelegt, um eine hohe Aufenthaltsqualität zu schaffen.“

Bevor die Bagger anrollen, muss allerdings erst noch Planungsrecht hergestellt werden. Der Bebauungsplan wird von der FRANK-Gruppe in enger Kooperation mit der Stadt Langen entworfen und geht anschließend den Weg durch die politischen Gremien. Der Startschuss für die Bauarbeiten könnte Anfang 2019 fallen. Die Bauzeit dürfte etwa 18 Monate betragen.

In südlicher Nachbarschaft, auf dem ehemaligen Betriebsgelände der Stadtwerke, soll bereits in nächster Zukunft der Grundstein für das Quartierszentrum gelegt werden, das planerisch bis auf den Bauantrag unter Dach und Fach ist. Es entstehen ein Einkaufszentrum, Wohnungen und ein Hotel. Das Ensemble bildet später das Entree zum neuen Wohngebiet und garantiert eine gute Nahversorgung. Ein weiterer Vorteil für die künftigen Bewohner ist die Nähe zu zwei S-Bahn-Stationen und einem Regionalbahn-Halt.

Zuletzt hatte die Stadtverordnetenversammlung einen Bebauungsplan für das Gebiet Liebigstraße Süd auf den Weg gebracht, der im Wesentlichen die etwa fünf Hektar große Fläche des Gleisschwellenwerks umfasst, das seinen Betrieb Ende des Jahres einstellt. Außerdem wurde ein städtebauliches Konzept für den nördlichen Teil des neuen Wohngebiets konkretisiert. Hierzu zählen der Bau- und Wertstoffhof der Kommunalen Betriebe, der an die Feuerwehr umzieht, einige wenige bebaute Grundstücke und jede Menge Ackerland.

Die FRANK-Gruppe bietet zahlreiche Dienstleistungen rund um die Immobilie an. Sie verwaltet rund 20.000 Wohn- und Gewerbeeinheiten aus eigenem und fremdem Bestand. Aktuell hat sie über 1.000 Wohnungen in Planung, Entwicklung und im Bau. Das 1925 gegründete Familienunternehmen beschäftigt 250 engagierte Mitarbeiter und ist für die Umsetzung innovativer Wohnungsbauprojekte mehrfach ausgezeichnet worden. 
 
 
 
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