Bürgermelder wird transparent

Hinweise auf Mängel im Internet für alle sichtbar

Der Bürgermelder, den die Stadtwerke und die Stadt Langen im Sommer eingerichtet haben, ist eine gute Sache. Mit ihm können übers Internet (www.langen.de) und die Stella-App jederzeit Hinweise auf Mängel wie Straßenschäden oder Müllablagerungen an die zuständigen Stellen im Rathaus, bei den Stadtwerken und den Kommunalen Betrieben geschickt werden. Ab sofort ist die Kommunikationsplattform mit einer neuen Funktion ausgestattet, die die eingegebenen Meldungen für alle sichtbar macht und den Bearbeitungsweg aufzeigt. Dies blieb bisher komplett im Verborgenen und wird nun auf der städtischen Homepage abgebildet. „Nachdem wir den Bürgermelder inzwischen erfolgreich getestet haben, gehen wir jetzt einen Schritt weiter“, sagt Stadtwerke Direktor Manfred Pusdrowski.

Vorteil ist nicht nur die Transparenz. Auch Doppelmeldungen können vermieden werden. Wenn jemand zum Beispiel auf eine defekte Straßenlaterne hinweist, ist das für den nächsten, der das Gleiche tun möchte, einschließlich des Standorts klar erkennbar und bedarf keiner Wiederholung. Solange das Problem noch nicht behoben ist, zeigt der Bürgermelder an, dass der Vorgang bearbeitet wird. Abschließend erfolgt der Hinweis „erledigt“, in der Regel ergänzt um eine kleine Stellungnahme wie „Der lose Stein wurde durch die Kommunalen Betriebe wieder befestigt.“ Das Ganze geschieht natürlich anonym, also ohne die Namen der Hinweisgeber. Nicht veröffentlicht werden Meldungen, die den Datenschutz oder die sogenannte Netiquette verletzen.

Mit dem Bürgermelder machen es Stadt und Stadtwerke leicht, rund um die Uhr auf kleinere und größere Widrigkeiten aufmerksam zu machen. Sich durchzutelefonieren oder mühsam nach einer Adresse zu suchen, ist nicht mehr nötig. Seit Mitte des Jahres wurde von dem Melder rund 60-mal Gebrauch gemacht. Die Bandbreite reichte vom umgefahrenen Straßenschild über die Sichtbehinderung durch starken Bewuchs und Verunreinigungen auf einem Spielplatz bis zum toten Igel auf dem Bürgersteig. In den meisten Fällen konnten die verantwortlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Sache rasch, das heißt innerhalb von ein bis zwei Tagen, aus der Welt schaffen. Vergleichsweise oft zu tun hatte die Straßenreinigung, gefolgt vom Ordnungsamt und den Zuständigen für die Straßenbeleuchtung.

Ein Vorteil ist, dass mit dem Smartphone auch Fotos und die genaue Standortposition per GPS oder Adresseingabe in den Bürgermelder eingestellt werden können. „Dadurch wissen wir gleich, um was es geht und wo wir genau hinmüssen“, sagt Pusdrowski. Natürlich würden - innerhalb der üblichen Öffnungszeiten - auch alle Meldungen ohne Foto und GPS-Daten bearbeitet. Für Rückfragen empfehle es sich auf jeden Fall, eine E-Mail-Adresse anzugeben.

Wer den Bürgermelder nutzt, kann für sein Anliegen aus vier Kategorien auswählen: „Schäden an Straßen oder Wegen“, „Schäden an öffentlichen Einrichtungen“, „Müll und Verunreinigungen“ sowie „Straßenbeleuchtung“. Am einfachsten geht es mit der Stella-App der Stadtwerke, die zum kostenlosen Download auf Google Play und im App Store bereitsteht. Sie bietet außer dem Melder noch eine ganze Menge mehr. So aktuelle Mitteilungen aus Langen und Egelsbach und von den Stadtwerken, den Abfallkalender, den Apothekennotdienst, regionale Berichte der Langener Zeitung, den Stadtwerke-Tarifrechner, einen Veranstaltungskalender, ein Vereins- und Firmenregister und die Möglichkeit, seine Zählerstände an die Stadtwerke zu übermitteln.

Stadtwerke Langen GmbH, Weserstraße 14, 63225 Langen, Tel: 06103 - 595 0, Fax: 06103 - 595 220, E-Mail: info@stadtwerke-langen.de