Ein Stück vom Mühltal auf dem Jahnplatz

Pumpenhäuschen von Künstlerpaar originell in Szene gesetzt

Motive aus dem Mühltal machen das Pumpenhäuschen auf dem Jahnplatz zum Blickfang. Das Werk von Martina Retzdorff und Herbert Richtarsky (links) findet nicht nur bei Stadtwerke-Direktor Manfred Pusdrowski großen Anklang.

Foto: Sorger/Stadtwerke

Das Mühltal mitten in Langen? Die Künstlerin Martina Retzdorff und ihr Partner Herbert Richtarsky haben das möglich gemacht. Im Auftrag der Stadtwerke bemalten sie das Pumpenhäuschen der Kommunalen Betriebe mit bekannten Motiven aus dem Naherholungsgebiet. In ganzer Pracht erstrahlen die Merzenmühle, der Paddelteich mit Bootshaus, Enten, Graureihern, den alten Fachwerkgebäuden, der Holzbrücke und der umgebenden Natur. Darüber hinaus gibt es Torbögen, durch die der Blick auf die einzelnen Motive fällt und die von kleinen Steinsäulen eingefasst sind. An den Ecken des Hauses sind große Säulen, die ihm förmlich eine neue Architektur geben. Zu guter Letzt haben die beiden Mitglieder der Künstlergruppe „Art People“ das gesamte Gebäude mit einem aufgemalten Grassockel umschlossen.  

Nicht nur Stadtwerke-Direktor Manfred Pusdrowski ist von dem Ergebnis der mehrwöchigen Arbeit begeistert. Viele Passanten und Wochenmarktbesucher machen aus ihrer Freude über den schönen Anblick kein Geheimnis: „Hoffentlich bleibt das auf Dauer so.“ „Ach, am Paddelteich war ich schon lange nicht mehr“ oder „Oh, das ist ja die Merzenmühle“, sind nur einige Kommentare.

Durch den Torbogen-Blick auf die Landschaft entsteht ein richtiger 3-D-Effekt. Vorlagen waren Fotos, die das Künstlerpaar bei einem Spaziergang im Mühltal gemacht hat. Dann wurden die Wände grundiert, um anschließend die einzelnen Motive mit Spray-, Wand- und Acrylfarben aufzubringen. Um eine besondere Bildtiefe zu erzeugen, haben Martina Retzdorff und Herbert Richtarsky mehrere Farbschichten aufgetragen. Beim Sprayen half stellenweise Künstlerkollege Moritz Bartke. Zwei Hindernisse galt es allerdings auch zu überwinden. Zum einen erwies sich der grobe Putz als schwierige Malunterlage. Zum anderen mussten Metalltüren in die Motive integriert werden.

Von beiden Herausforderungen ließen sich die Akteure nicht beirren und schufen einen Blickfang, der den großen Parkplatz neben der Jahnturnhalle, auf dem dienstags und freitags Wochenmarkt ist, auf jeden Fall aufwertet. Das bis dato eher unscheinbare Pumpenhäuschen ist nun richtig gut in Szene gesetzt. Es beherbergt die Technik, die das große Regenrückhaltebecken unter dem Parkplatz nach starken Niederschlägen wieder leerpumpt. Das aus zwei Kammern bestehende Becken wurde in der zweiten Hälfte der neunziger Jahre gebaut und dient der Entlastung des Langener Kanalnetzes. Es fasst etwa 2,6 Millionen Liter Wasser. Das entspricht dem Inhalt von 32.500 Badewannen.

„Mit Aktionen wie jetzt auf dem Jahnplatz leisten wir einen kleinen Beitrag für ein sympathisches Langen“, sagte Stadtwerke-Chef Pusdrowski. „Und das nicht zum ersten Mal.“ Pusdrowski erinnerte an die bemalte Trafostation an der Weiherwiese, an das Wandbild beim Blockheizkraftwerk am Sportzentrum Nord und an die originellen Motive an zahlreichen Stromkästen.

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